Zahl der Zwangsversteigerungen sinkt


Der boomende Immobilienmarkt und die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien hat auch 2019 die Zahl der Zwangsversteigerungen sinken lassen. Insgesamt wurden laut Recherchen des Ratinger Fachverlags Argetra an den deutschen Amtsgerichten 17.614 Immobilien mit einem Verkehrswert von rd. 3,4 Mrd. Euro aufgerufen. 2018 waren dies noch rd. 21.600 Angebote mit einem Volumen von 3,8 Mrd. Euro.

Interessant ist dabei, dass ungefähr jedes zweite ursprünglich eröffnete Zwangsversteigerungsverfahren bereits vor dem Gerichtstermin durch einen Verkauf beendet wurde.

Die Tendenz der sinkenden Zwangsversteigerungszahlen ist bereits seit 10 Jahren spürbar. Nach dem Rekordjahr 2005 mit 92.300 Versteigerungen, waren es 2009 noch über 82.000. Im Vorjahr nur noch 17.614, also rd. 21% gegenüber 2009, von denen sich rd. 45 % auf Ein- und Zweifamilienhäuser und rd. 23 % auf Eigentumswohnungen verteilten.

Eine Veränderung und ein Ansteigen der Zwangsversteigerungen in Deutschland ist derzeit nicht in Sicht. Auch wenn Handelskrisen oder der Arbeitsplatzabbau in einigen Branchen zu persönlichen Problemen einzelner Immobilieneigentümer führen kann, so ist der Immobilienmarkt stabil, die Nachfrage nach Wohnraum groß und die Finanzierungskosten konstant gering. Für die kreditgebenden Banken besteht also weiterhin die Chance Verkäufe vor der drohenden Versteigerung im Gerichtssaal zu realisieren.

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