Das ändert sich 2019 für Immobilienkäufer


Wer im Jahr 2019 eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, sollte sich mit den neuen Rahmenbedingungen beschäftigen. Dies sind u.a. folgende Punkte:

Baupreise steigen weiter

Ab dem 1. Januar 2019 ist nicht nur der allgemeine Mindestlohn gestiegen, sondern auch einige für die Baubranche relevante Mindestlöhne, welche von Arbeitgebern und Gewerkschaften in den Tarifverträgen ausgehandelt wurden. Einhergehend mit der Entwicklung der letzten Jahre ist davon auszugehen, dass Bauherrn in diesem Jahr etwas mehr Geld für Ihr Traumhaus ausgeben müssen.

Steuererleichterungen für günstigen Wohnraum

Käufer einer Wohnung, die vermietet werden soll, können von einer Sonderabschreibung (Sonder-AfA) profitieren und vier Jahre lang bis zu fünf Prozent der Herstellungskosten von der Steuer abschreiben – zusätzlich zu der Möglichkeit, über 50 Jahre lang jährlich zwei Prozent abzuschreiben. Voraussetzungen hierfür sind, dass das Stellen eines Bauantrags zwischen August 2018 und Dezember 2021 erfolgt und die Wohnung mindestens zehn Jahre lang vermietet wird. Die Anschaffungskosten dürfen 3.000 Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten.

Förderprogramme bleiben bestehen

Es sind 2019 wenige Änderungen hinsichtlich der Förderprogramme zu erwarten, da der Staat den Immobilienerwerb langfristig fördern möchte. Die zahlreichen Förderprogramme der KfW-Bank und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) laufen auch in diesem Jahr weiter, darunter im Übrigen das 2018 eingeführte Baukindergeld.

Schutzmaßnahmen gegen Radon

Zu Jahresbeginn trat das neue Strahlenschutzgesetz in Kraft. Dieses enthält erstmalig Regelungen zum Schutz vor dem natürlichen, radioaktiven Edelgas Radon. Radon gilt als ein Auslöser für Lungenkrebs und ist je nach Region in unterschiedlicher Menge im Boden enthalten. Architekten sind nun durch das neue Gesetz verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz gegen Radon durchzuführen.

Weitere Änderungen im Jahresverlauf 2019

Die Grundsteuer muss nach Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts bis Ende 2019 neu geregelt werden. Ein Vorschlag des Bundesfinanzministers hierzu liegt bereits vor, wird aber 2019 noch nicht zur Anwendung kommen. Beraten wird auch über das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das verschiedene existierende energetische Vorgaben für Neubauten zusammenführen soll. Ob das Gesetz 2019 in Kraft tritt, ist unklar. Es werden zumindest beim Neubaustandard keine verschärften Anforderungen erwartet. Viel diskutiert wurde im Jahr 2018 bereits über die Ausweitung des Bestellerprinzips auf den Immobilienverkauf, doch ob der Käufer auch zukünftig die Maklerkosten beim Hauskauf zahlen soll oder ob das bei der Wohnungsvermietung etablierte Bestellerprinzip auch hier greifen soll, ist Anfang des Jahres noch nicht prognostizierbar.

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